Die seltsamen Geschichten des Doktor Ulebuhle
Meine lieben jungen Freunde! Ehe ihr nun die Geschichten des Doktor Ulebuhle lest, wollt ihr sicher auch wissen, wie sie denn zustande gekommen sind, und was es mit dem Ulebuhle für eine Bewandtnis hat. Eigentlich hieß er gar nicht so, und wie in Wahrheit sein Name war, das haben die Kinder nie erfahren, oder sie hatten es wieder vergessen, aber so viel weiß ich, daß er ein schnurriger Kerl war, so schnurrig wie der Name, den ihm die Leute gegeben hatten.
Da unten im Harzgebirg mit seinen dunklen Tannenbergen liegt die alte Kaiserstadt Goslar, mit ihren uralten spitzen Türmen, seltsamen Torbogen und engen Gassen mit wunderlichen, jahrhundertealten Häusern am Fuße des Rammelsberges, in dem tief, tief unter der Erde die Bergleute pochen. Vor vielen Jahren lebte da der Doktor Ulebuhle. Er bewohnte ganz allein eines jener etwas windschiefen, mittelalterlichen Häuser, die verwundert aus ihren vom Alter fast erblindeten winzigen Fensterchen in die neue Zeit hineinblinzeln. Oben auf dem Hause war ein Turm, gedeckt mit lauter Schiefertafeln, fast so wie die, mit denen wir Buben zur Schule zogen, und da oben hatte Ulebuhle ein großes Fernrohr stehn, mit dem man den Mond und die Kometen betrachten konnte.
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