Von Strauchhütte nach Velbert - Erinnerungen

Von Strauchhütte nach Velbert - Erinnerungen

$6.99

Traudel – später als Waltraud bekannt – wird 1930 in Strauchhütte geboren, Tochter eines Schreinermeisters. Der Vater, Fritz, führt eine kleine Werkstatt; die Kindheit ist geprägt vom Geruch frischen Holzes, von den Brüdern Erwin und Gerhard und vom verlässlichen Rhythmus des Familienbetriebs. Doch der Krieg bricht auch hier ein: Als sowjetische Truppen das Dorf besetzen, wird aus der vertrauten Welt eine von Angst, Misstrauen und Verlust bestimmte.

Als ihre Mutter schwer erkrankt und dringend Buttermilch braucht, um zu überleben, wagt die junge Traudel einen nächtlichen, verbotenen Gang über die polnische Grenze – eine Reise voller Gefahr, aber auch stiller Menschlichkeit, die sie für immer verändert und sie zum ersten Mal spüren lässt, wozu sie fähig ist.

Die Jahre nach dem Krieg bringen weitere Prüfungen: Verlust, die zeitweise Trennung von ihrem Sohn Peter, der bei Verwandten aufwächst, und schließlich die schwere Entscheidung, allein nach Velbert zu ziehen, um dort mit Hilfe eines Mannes namens Werner – sanftmütig, verlässlich, mit warmen Augen – ein neues Leben aufzubauen. Aus zaghafter Hilfsbereitschaft wird über die folgenden Kapitel eine Verbindung, die Traudels Leben endgültig verändert.

Von Strauchhütte bis Velbert – Erinnerungen 1930 bis 1965 erzählt, auf den Aufzeichnungen der Mutter des Autors beruhend, die Geschichte einer Frau, die durch Krieg, Vertreibung und Verlust ging – und die am Ende, in Velbert, mit Werner eine neue Heimat und eine neue Familie fand. Als Gegenstück zu Werners eigener Geschichte in Von Klein-Ellguth bis Velbert erzählt dieses Buch die zweite Hälfte derselben Familiengeschichte – bis beide Linien in Velbert zusammenfinden.

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